Das Erste Londoner Bekenntnis - Webseite

Brandneu seit 31.10.2022, und doch schon fast 380 Jahre alt. Christus-zentriert und biblisch verankert. Kostenlos, aber unbezahlbar.

Auf der Webseite https://london1644.info ist nun offiziell das Londoner Bekenntnis in deutscher (und englischer Sprache) veröffentlicht.

Herzlichen Dank an Michael K. aus der Gemeinde in Pritzwalk für die graphische Aufbereitung des Art. 1, Abs. 1-2.

Gott suchen und zu ihm kommen - dringend

"Sucht den Herrn, solange er sich finden läßt,

ruft ihn an, solange er nahe ist." - Jesaja 55,6

Was heißt das, den Herrn suchen und rufen? Gott will, daß wir mit ihm selbst zu tun haben. Dies ist nicht bloß ein Ruf zum religiösen Formalismus. Hier ist nicht bloß ein Ruf „Bild dir deine Meinung über Gott“. Hier ist nicht ein Ruf, religiös philosophisch, oder moralisch, oder anständig zu leben. Hier ist nicht ein Ruf, eine Selbsthilfe Religion zu basteln, oder ein Gefühl oder Erfahrung, das uns überfällt zu suchen.

Es ist ein Ruf, Gott selbst zu suchen, den Allmächtigen, den Schöpfer, den Gott in dessen Hand unsere Seelen sind, den Gott, der sagt: „Ich bin der ich bin“, den einzigen wahren Gott, den Vater unseres Herrn Jesus Christus. Suche diesen Gott, und rufe zu ihm. Wir dürfen zu ihm schreien, ihn um Hilfe bitten, ihn anflehen. Denn Gott sagt uns in seinem Wort: Sucht mein Angesicht, ruft meinen Namen, kommt zu mir.

Gottes Einladung an uns ist dringlich. Vom Anfang seiner Prophetie an hat Jesaja uns gelehrt, daß unser fundamentales Problem nicht die Beziehungen zu anderen Menschen sind, sondern unsere Beziehung zu Gott. Wir sind von Gott entfremdet wegen unserer Sünde. Wir haben gegen Gott rebelliert, haben die Gemeinschaft zu ihm abgeschnitten, aber Gott in Gnade lädt uns ein: Sucht mich, ruft mich an, solange ich nahe bin.

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Die Wahrheit bringt uns in Form

In den vergangenen Wochen hatten wir in den Gottesdiensten eine Predigtserie zu den sogenannten »Fünf Soli der Reformation«. Sie bringen die Glaubensgrundsätze der Reformation auf den Punkt und sind, wie damals üblich, auf Latein benannt. Dabei sind sie eine gute Zusammenfassung von wichtigen biblischen Wahrheiten, die wir als Gemeinde von Herzen glauben und lehren.

Reformation bedeutet »Wieder-in-Form-bringen«. Indem wir an diesen Glaubensgrundsätzen festhalten, bekennen wir den evangelischen Glauben. Sie verweisen uns immer wieder zurück auf die großen Wahrheiten des Evangeliums und bringen unser Leben und Glauben immer wieder »in Form«.

So sind uns diese biblischen Lehren fester Anker und Kompass für das Leben mit unserem Herrn und Retter Jesus Christus. 

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Das Erste Londoner Bekenntnis

Wer heute im Gottesdienst war, hat nicht nur von der Verhaftung des Petrus und des Johannes in Apostelgeschichte Kapitel 4 gehört. Er hat auch gehört, wie auf den Tag genau vor 371 Jahren zwei andere Männer verhaftet wurden, weil sie ebenfalls für ihren Glauben eingestanden sind, weil sie es gewagt hatten, ein christliches, reformiertes, taufgesinntes Glaubensbekenntnis herauszugeben.

Es war eine Zeit geistlichen Aufbruchs und Umbruchs, in der auch die Frage geklärt werden musste, ob es Christen künftig gestattet sein sollte, sich neben der Staatskirche auch in Freikirchen zusammenzuschließen und ob es zulässig ist, statt der Taufe unmündiger Kinder die Taufe der Gläubiggewordenen nach biblischem Vorbild zu praktizieren. In dieser Situation veröffentlichten Vertreter von sieben Londoner reformierten Freikirchen 1646 erneut eine überarbeitete Fassung ihres bereits etwas über ein Jahr zuvor, also 1644, erstellten Glaubensbekenntnisses. Daneben unterzeichneten auch Vertreter einer französischsprachigen Exilgemeinde.

Sie wollten in der zweiten Auflage dieses sogenannten Ersten Londoner Bekenntnisses betonen, was sie mit allen anderen Nachfolgern Jesu verbindet, und dabei nicht verleugnen, an welchen Stellen sie nach ihrem Bibelverständnis eine andere Sicht als die Staatskirche hatten. Ein Exemplar reichten sie — frisch aus der Druckerpresse — am Dienstag, dem 29. Januar 1646, beim Parlament ein. Direkt am folgenden Tag beschloss dieses (also das englische Unterhaus), die zwei Presbyter, die das Buch eingereicht hatten, Benjamin Cox und Samuel Richardson, verhaften und verhören zu lassen. Unter anderem sollten sie befragt werden, in wessen Auftrag und Vollmacht sie den Druck veranlasst hatten. Auch dies eine interessante Parallele zu der Geschichte von Petrus und Johannes.

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Predigt zum Download

Wir haben unseren Downloadbereich um einen Bereich »Predigten« erweitert. Aktuell ist dort die Predigt des ersten Adventssonntages 2016 abgelegt, die das Thema »Jesus kam, die Seinen zu erlösen« behandelt. Der Abruf ist auch direkt hier möglich.

Meist werden bei uns Auslegungspredigten gehalten, gern fortlaufend zu längeren Bibelabschnitten oder ganzen Büchern, die dann über einen gewissen Zeitraum durchgegangen werden. Manchmal unterbrechen wir solche Reihen aber, z.B. im Advent 2016, wo wir uns mit grundsätzlichen Fragen zum Kommen Jesu beschäftigen.

Was gehört zu einem Gottesdienst?

Jede Gemeinde hat bestimmte Abläufe und Formen, die für ihren Gottesdienst typisch sind, die in ähnlicher oder gleicher Form immer wieder vorkommen — wenn man ein paarmal dorthin gegangen ist, weiß man: »Aha, jetzt ist die Lobpreiszeit rum, das nächste ist vermutlich die Kollekte.« oder auch »Ok, von vorne wurde ein Segen gesprochen, dann ist jetzt wohl Schluss.«

Manche nennen diesen Ablauf eine Liturgie, andere scheuen diesen Begriff, weil sie damit einen nur noch formalen Gottesdienst verbinden. Unabhängig davon, ob sie dieses Wort benutzen: Alle mir bekannten Gemeinden haben typische Abläufe, die sich mit mehr oder weniger Flexibilität wiederholen.
Manche begrüßen zuerst die Gottesdienstteilnehmer, anderen ist es wichtig, dass man sich als erstes an Gott, den Gastgeber und Mittelpunkt des Zusammenkommens, wendet — aber in aller Regel wiederholt sich auch dieser Teil des Gottesdienstablaufs von Woche zu Woche.

Und das ist ja auch nicht falsch so: Wir erkennen aus Gottes Wort, was gute, wichtige Elemente des sonntäglichen Zusammenkommens der Gemeinde sind, und wir praktizieren dann auch, was wir erkannt und verstanden haben...

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Über das Predigen

Gestern haben wir im Rahmen unserer fortlaufenden Predigtreihe zur Apostelgeschichte die Pfingstpredigt des Petrus betrachten — die Gemeinde hörte also eine Predigt über eine Predigt. In der nächsten Predigt der Reihe werden wir im Text vorangehen und uns damit beschäftigen, welche Reaktion diese Predigt bei ihren Hörern auslöste. Wir werden danach, so das Ziel, neu und besser verstehen, was es bedeutet, sich zu Jesus Christus zu bekehren.

Es liegt ein Segen auf Predigtreihen durch biblische Bücher hindurch, in denen Abschnitt für Abschnitt der ganze Text im Zusammenhang gehört und ausgelegt wird, so wie ja auch den ersten Lesern damals Gottes Wort im Zusammenhang des biblischen Buches vermittelt wurde. Paulus schrieb ja beispielsweise, inspiriert durch Gottes Geist, den ursprünglichen Adressaten seiner Briefe nicht Textschnipsel als einzelne Puzzlestücke, sondern einen zusammenhängenden Text, gleiches gilt für die anderen biblischen Bücher (mit Einschränkungen bei ganz bestimmten biblischen Büchern wie dem Psalter und der Weisheitsliteratur des Alten Testaments)...

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